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Herzensangelegenheit - Pferde/Esel/Mulis mit Vertrauensverlust

Immer wieder erlebe ich, dass Pferde/Esel/Mulis durch schlechte Erfahrungen einen Vertrauensverlust erlitten haben und sich bei der Hufpflege nicht entspannen können. Wenn ich nachstehend von Pferd spreche, gilt dies natürlich auch für Esel und Mulis.

Sie  können nicht ruhig stehen bleiben, geben die Hufe nicht oder ziehen sie weg oder sind so verstört, dass sie sich auch verteidigen.  

Wieso ist das so? Wir Menschen wissen ja, dass die Hufpflege notwendig und gut für das Pferd ist und ihm ja auch dabei nichts passiert. Aber für manche Pferde ist das eben nicht klar.

Ablauf einer Hufpflege (Auszug)

Für den Moment der Hufbearbeitung ist das Pferd angebunden oder wird von seinem Besitzer gehalten. 

Das Pferd (= Fluchttier) ist in seiner Freiheit eingeschränkt, es kann sich nicht entziehen. 

Dann möchte ich von dem Pferd noch, dass es einen Huf anhebt und dort lässt. 

Das Pferd (=Fluchttier) kann also nicht weglaufen, hat ggfs. körperliche Befindlichkeiten, die es schwierig machen sich auf den verbleibenden drei Beinen zu balancieren; vielleicht auch Verspannungen, die ein Beugen oder Strecken des zu bearbeitenden Hufes schwierig machen. Auch spielt es natürlich eine Rolle, dass bei der Bearbeitung in Ruhe und ohne Gewalt gearbeitet wird. 

Nun kann die Bearbeitung folgendermaßen ablaufen: 

Die Hufbearbeitung beginnt; dann zieht das Pferd seinen Huf weg und der Huf wird festgehalten. Dann muss das Pferd mehr Intensität aufbringen, um seinen Huf wiederzubekommen. Wird das wiederholt und noch mehr festgehalten, wird sich die Intensität steigern. Ein Kampf würde beginnen und Vertrauen kann sich nicht entwickeln bzw. geht verloren!

Mein Weg:

Zuerst nehme ich mit dem Pferd Kontakt auf und streichle es langsam. Dann beginne ich mit der Hufbearbeitung, nach einem Moment zieht das Pferd seinen Huf weg und ich stelle ihn daraufhin ab. Das bedeutet für mich: Das Pferd kann mir derzeit nicht über einen längeren Zeitraum seinen Huf geben. 

Ich nehme also wieder den Huf, kratze ihn kurz aus und stelle ihn wieder ab. Dann nehme ich den Huf wieder hoch setze die Bearbeitung fort für einen Moment und stelle den Huf wieder ab und zwar bevor das Pferd das tun wird

Langsam entwickelt sich daraus der Ablauf der Hufbearbeitung - ohne Stress und Gewalt. 

Ja, das ist keine reine Hufbearbeitung und nimmt mehr Zeit in Anspruch, das ist Training des Pferdes. 

Das Pferd bemerkt, dass ich auf seine Bedürfnisse Rücksicht nehme, es seinen Huf wieder bekommt und es sich nicht schützen muss. Vertrauen entsteht!!! 

Aber es lohnt sich, jedes Training ist eine Investition für die Gegenwart und die Zukunft.

Für manche Pferde hat es sich auch bewährt, diese zusätzlich während der Hufpflege zu belohnen. Huf oben / Huf länger oben = Belohnung = positive Verstärkung. Nach und nach kann dann die Belohnung wieder abgebaut werden. Dabei benötige ich dann die Unterstützung der/des Pferdebesitzerin/s.  

Im Übrigen benötige ich keine Hilfe bei der Hufbearbeitung / beim Training.

Wichtig ist, dass wir Ihrem Pferd helfen wieder zu vertrauen und Stück für Stück die Hufbearbeitung wieder als "ungefährlich" abzuspeichern.

Ihre Nicole Pendl


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